Zur Werkzeugleiste springen
raceagainstthemachine

Kompromiss der Evolution

Im vorherigen Blog war die Rede davon, dass wir Fähigkeiten verlieren, wenn wir uns mit etwas nicht mehr beschäftigen bzw. wenn uns Technologie etwas abnimmt. Vor diesem Hintergrund bin ich auf folgendes Video gestoßen: https://www.youtube.com/watch?v=2cq93RMVeB0

Aus der Gehirnforschung wissen wir, dass unser Gehirn nur eine begrenzte Kapazität an Reizen aufnehmen kann. Entsprechend muss es priorisieren, was wichtig ist und was nicht. Im Falle des Affen Ayumu im Video wurde eindrücklich gezeigt, welche Fähigkeit sein Kurzzeitgedächtnis aufweist. Diese Fähigkeit hatten wir Menschen auch einmal. Nur wurde es offensichtlich irgendwann weniger relevant für unser Überleben und so können wir nun u.a. sprechen und Verknüpfungen herstellen. 

Technologie gibt uns etwas und nimmt uns etwas. Das kann man sich schön vergegenwärtigen, wenn man sich die wesentlichen technologischen Entwicklungen seit der Industriellen Revolution im 18. Jahrhundert anschaut. Dort wurde im 18. Jahrhundert mit Kraftmaschinen die physische menschliche Arbeit ersetzt. In der Konsequenz wurde die Motorik und leibliche Konstitution über die Jahre geschwächt. Mit der Erfindung von Ton und Bildmaschinen wurden wir zu passiven Konsumenten. Das geht zu lasten unseres emotionalen, tatsächlichen Erlebens. Auch die physischen Fähigkeiten gehen weiter zurück. Dann zogen Computer und später Smartphones in unsere Leben ein. Wir verbringen mittlerweile bis zu 5 Stunden täglich mit unserem Handy, wir chatten statt uns zu treffen und wir leben immer mehr virtuell. Das geht zu Lasten unserer Empathiefähigkeit, Denkfähigkeit und Konzentrationsfähigkeit. 

Was wird also passieren, wenn uns KI zukünftig immer mehr das Denken abnehmen wird? 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.